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Kull Blog

Archiv für die 'Geschichten' Kategorie

…ein ganz normaler Sonntag?!

..ein ganz normaler Sonntah, dachte ich zu zu dieser Minute. Bin noch nicht ganz da, noch nicht ganz wach! Denn gestern Abend hatten wir Teen Advents Party und ich bin erst gegen 2 Uhr ins Bett gekommen. Anziehen, Kaffee und schnell ein Brötchen von gestern, mit Nutella versteht sich :-) will ja Abnehmen, aber ich glaub das ist ein guter Vorsatz für 2008!

Wo ist der Autoschlüssel, der versteckt sich immer wenn es Brennt, heute Nacht hatte ich ihn noch und jetzt ist er wie vom Erdboden verschwunden. Ich Durchsuche die 5 Hosen und 3 Jacken die noch so von der letzten Woche herum liegen. Dabei stelle ich fest das meine neue Pilotenjacke zehn Taschen hat :-( Warum haben bei uns in Europa alle Kleidungstücke so viele Taschen? Was soll man da alles rein stecken, ich hab doch nur fünf Autos und keine zehn. Als ich alle 38 Taschen durchsucht habe wusste ich das mein Autoschlüssel in keiner dieser vielen Taschen ist. Warum bitte haben dann unsere Kleidungsstücke überhaupt Taschen? Wieder eine Frage die bis in den nächsten zehn Generationen nicht geklärt werden wird. Als ich feststelle das die Hosen die da alle so rum liegen eigentlich in die Wäsche gehörten, sehe ich meinen Schlüssel, er lag einfach unter meiner Hose. Jetzt zählt jede Sekunde, aber diese Disziplin übe ich schon seit vielen Jahrzehnten und ich bin schneller auf der Gasse wie Schumi aus seiner Boxengasse. Im Auto stelle ich fest das ich noch 3 Minuten bis zum Gottesdienstbeginn habe. Das hat zur folge das ich total relaxt in unserem Gottesdienstraum ankomme.

Da bleibt glatt noch zeit sich einige Besinnliche Gedanken zu Weihnachten zu machen, immerhin haben wir schon den 23 Dezember. Der Raum ist mit Krippe und Weihnachtsbaum geschmückt. Halt, da war doch was, Weihnachtsbaum? …kommen da nicht auch Geschenke drunter? Geschenke das war ein Wort bei dem es mir immer mal wieder Heiß und kalt wurde. Heute ist der dreiundzwanzigste Dezember, gibt es eigentlich noch einen Tag vor dem 24. an dem Geschäfte auf haben? Beruhigt hoffe ich das die Ladentüren an Vormittag des 24. Dezember noch einmal aufgeschlossen werden.
Meine blicke schweifen weiter durch den Raum, diese langweilige immer gleich aussehende gemeine, mit all den alten Leuten die man jeden Sonntag wieder sieht, ich sehe sie, sage ihnen guten morgen und Frohe Weihnachten, aber eigentlich weiß ich nichts von Ihnen. Würde jetzt gerne die einzelnen Gesichter anschauen, und darüber nachdenken was in Ihnen Vorgeht, an was sie wohl denken oder wie es ihnen geht. Es kann sehr interessant sein Menschen zu beobachten.

Doch leider sitze ich in der zweiten Reihe und sicher würden sich einige Wundern wenn ich mich falsch herum auf den Stuhl setzen würde. So schaue eich weiter durch die Gegend, was hängt eigentlich da am Weihnachtsbaum, „Einäugige Huibuhs“ Gespenster am Weihnachtsbaum unserer Frommen und Perfekten Gemeinde? Als ich über die Einäugigen Gespenster nachdenke, stelle ich fest das sie sie Tot oder zumindest Blind und somit Ungefährlich sein müssen. Denn durch ihr einziges Auge wurde mit einer Nadel ein faden gezogen. Vielleicht währe es besser gewesen aus den faden eine Schlinge zu machen und die um den Hals des Gespenstes zu legen, denn es ist sicher angenehmer mit einer schlinge um den Hals zu sterben als mit einer Nadel durch das Auge gestochen zu bekommen. Aber ist ja egal, Gespenster sind ja eh tot oder?

Genau in diesem Moment überkommt mich große Freude, denn es kommt „Farbe“ in unsere dreiste Gemeinde mit einem Alters Durchschnitt von 63,3 Jahren, ok ich gebe zu das ich daran nicht ganz unbeteiligt bin, denn es Passiert mir immer mal wieder das die Kinder aus dem Kindergottesdienst sagen „Hey wir haben gegen den Alten Mann gewonnen“ ja so ist das, ich denke das ich in den Besten Jahren bin und dann volle Breitseite :-( …aber ich wollte ja gerade über Positive Dinge in unserer Gemeinde nachdenken. Ja es war wirklich Farbe in diese Gemeinde gekommen, mein Blick fiel auf den Notenständer auf dem Botest, er was rot, gelb, grün und blau. Wenn das mal nicht ein Zeichen des Himmels war :-) Es ist nicht mal ein Einzelfall, denn einige Meter weiter steht noch einer ganz in rot. Rot ist doch die Farbe der Liebe, ob das nicht ein bisschen anstößig ist?

Das erste Lied ist im Gang und holt mich aus meinen Träumen von der Modernen Gemeinde zurück, was singen die da? Wer ist denn Zion, wann hat er gelebt, war das ein verwandter von Simson oder gar von Jesus. Ich denke über meine sehr zu wünschende Bibelkenntnisse nach, da wird die Sache mit dem „Herrn Zion“ schon
weiter eingekreist, er hat auch eine Tochter denn die Gemeinde singt „Preist die Tochter Zions“ also muss sie auch eine wichtige Person gewesen sein, da ich ja in einer Freien evangelischen Gemeinde bin, kann es ja keine Heilige sein, denn die gibt es ja nur in Römisch Katholischen kreisen. Der Gottesdienst nimmt seinen lauf auch ohne das ich weiß was es mit dem „Herrn Zion“ auf sich hat, auch ein blick ins Liederbuch erweitert meinen Horizont nur insofern das die Menschen um 1736 gewusst haben müssen er Zion ist. Kann nicht verstehen warum viele schlaue Menschen heute von einer Aufgeklärten Gesellschaft sprechen. Aber vielleicht bin ich auch der einzige der nicht weiß wer Herr Zion ist. Oh wenn das die anderen bemerken, also singe ich auch aus vollem Hals von Zion, dann bemerkt meine Unwissenheit sicher niemand :-)

Meine Blicke fallen wieder auf die „weißen Einäugigen Huibuhs“ sehen aus wie aus Plätzchenteig, ob die Sonntagschulkinder diese Gespenster gebacken und gefoltert hat? Hab ich heute Morgen etwas gefrühstückt? Denn beim Anblick der „Huibuhs“ bekomme ich Hunger. Da erblicke ich auf dem Altar etwas das mit deiner weißen Decke verhüllt wurde. Als Routinierter Gottesdienstbesucher weiß ich das es sicher Abendmahl gibt. Mhh leckeres Weißbrot und Wein, das Weißbrot mag ich besonders, unser Pastor hat da echt einen guten Hausbäcker, muss ihn mal fragen wo der dieses Weißbrot kauft. Dann kann ich mich einmal richtig damit satt essen. Warum werden die Stücke für das Abendmahl nicht etwas größer geschnitten? Fragen über Fragen, ich hoffe ich bekomme in meinem Leben noch einige Antworten auf all diese Dinge in meinem Leben. Als ich über diese Leckeren Dinge unter dem Tuch nachdenke fällt mein Blick auf eine der Chorsängerinnen, sie hat eine lustige Halskette an, der Anhänger ist so groß wie eine Untertasse, hat die Form einer Trompete und soll vermutlich eine Blüte darstellen. Da es ja vor Weihnachten ist, schließe ich das es eine Engelstrompete sein muss. Aber gehört diese Art Blumen nicht zur Gattung der Nachtschatten Gewächse, auf Lateinisch (Brugmansia aurea)? Aber daraus kann man doch auch Drogen Herstellen? Sehr sehr bedenklich, denn die Dame mit der Engelstrompete ist in der Kinderarbeit tätig. Aber auch nicht ganz Abwegig der Gedanke, denn Beruflich arbeitet sie auch mit Jugendlichen für die Drogen zum Alltag gehört. Ich weiß ja von mir wie schnell man gute Vorsätze und Maßstäbe Aufweicht. Aber nein, ich sollte nicht immer von mir auf andere schleißen.

Um mich auf andere Gedanken zu bringen schaue ich an der Dame mit dem Drogenhalskette vorbei auf den Stall von Betlehem. Der Wirt, es ist eigentlich einer der Helden der Weihnachtsgeschichte, kein Hotel, kein Zimmer für das Königskind. Die Lage scheint Aussichtslos, eine Geburt unter freiem Himmel ist ja nicht gerade das was man sich wünscht. Da war der Wirt, mit seiner Glorreichen Idee, die das Leben für Maria und Josef einfach ein Stück lebenswerter oder zumindest erträglicher machte. Ihm war der Gute Ruf seines Hotels in diesem Moment nicht so wichtig wie die Tatsache den zwei daher gelaufenen zu helfen. Was mich an diesem Helden aber am meisten fasziniert, ist das er aus unserer Gegend kommen muss, das ist nicht so ein Einfall eines Spinners, sonder eine durchaus belegbare Tatsache. Der Wirt musste ein deutscher Auswanderer sein, vielleicht war die Arbeitslosigkeit zu der zeit im Sinntal besonders hoch, vielleicht hatte Ihn aber auch einfach nur das Fernweh gepackt. Er hat sich sicher kurzerhand von seinen Verwanden verabschiedet und hat sich auf den Weg ins Abendland gemacht um dort ein kleines Hotel zu eröffnen. Sicher fragen sie sich wie ich zu dieser durchaus Interessanten Erkenntnis komme. Die Lösung ist sehr einleuchtend, sowie Plausibel, denn das Holz aus der er die Futtergrippe gebaut hat, war von der Firma Tabbert. Denn nur dort wurde für eine Bestimmte Wohnwagenserie dieses grüne Kunststoff beschichtete Holz verwendet. Ja der Wirt musste vorher bei Tabbert gearbeitet haben. Oder zumindest gute Beziehung zu einem Mitarbeiter der Firma Tabbert gehabt haben. Dies ist wiederum nicht anders zu erklären, denn er hat es sicher nicht über den Webshop der Firma Tabbert bestellt. Denn erstens hat die Firma Tabbert keinen Webshop für Holz und anderes Zubehör und zweitens ist es unwahrscheinlich der der Wirt in Betlehem Internet hatte. Ohh die Predigt beginnt, mal sehen was hier heute noch so alles an interessanten Dingen zu erfahren gibt, und da sag mal einer der Gottesdienst in Weichersbach uninteressant ist.

Ab und zu sollte man einfach Augen und Ohren auf machen. Leider stillen offene Ohren und Augen nicht meinen Hunger, mein Blick schweift immer wieder zu dem weißen Tuch unter dem das Leckere Weißbrot versteckt ist. Aber vielleicht ist heute gar kein Weißbrot unter dem Tuch? Wieder eine ungeklärte Frage, aber ich bin sicher das ich es in den nächsten Minuten erfahren werde. Denn die Predigt ist zu ende und unser Pastor schreitet zum Altar. …was ist eigentlich ein Altar? Wurden da drauf nicht immer Opfer dar gebracht? In der Regel verbirgt sich unter dem weißen Tuch zwei silberne Becher, eine Silberne Kanne mit Wein, zwei Silberne Teller mit dem Leckeren Weißbrot. Doch heute ist es scheinbar nicht so, der Pastor nimmt den offensichtlich leeren Krug und geht zur Kanzel und dort hinter dieser unter. Nichts ist mehr von unserem Pastor und dem Krug zu sehen. Aber zu hören ist etwas, denn im Gottesdienst ist diese Andächtige und ab und an fast unheimliche Stille Eingetreten. Ich höre ein gut hörbares Glucksen und Fließgeräusch, so als wenn man aus einem Zapfhahn Bier in einen großen Krug füllt. Ob jetzt eine Weinzapfanlage in die Kanzel eingebaut wurde? Vielleicht mit direkter Leitung an den FeG Bund Eigenen Weinkeller im neuen Gebäudekomplex des Theologischen Seminares in Ebersbach. Ich gebe zu das ich bei dem Gedanken Schmunzeln muss. Unser Pastor taucht mit einem vollen Krug Wein hinter der Kanzel auf. Ist es vielleicht nur ein Wasserhahn der in die Kanzel Integriert wurde? Sollte unser Pastor, so wie Jesus das Wasser in Wein verwandelt haben? Ich werde es in wenigen Sekunden schmecken und freue mich wie noch nie auf das Abendmahl, das Abendmahl wie es schon Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hatte.

Die aufgerufenen Handlanger schreiten mit festen Schritten zum Altar, es geht los. Ich sehe wie der Pastor eine Folie von etwas entfernt, halt, ist das nicht die Folie mit der auch die leckeren Pizza Baguettes eingepackt sind? Kann es sein das es heute nicht nur zu Wein verwandeltes Wasser sondern auch noch Pizza zum Abendmahl gibt? Oh nein, was macht mein Hunger mit meinen Sinnen, ich bin ja nicht mehr Klar im Kopf. Das Abendmahl beginnt, da ich in der zweiten Reihe sitze und in der Ersten Reihe nur der „Gottesdienst-Moderator“ sitzt, weiß ich das ich in wenigen Sekunden den silbernen Teller mit dem Leckeren Weißbrot gereicht bekomme. Ich berechne in meinen Gedanken den Lauf des Silbertellers, von wem zu wem er weitergegeben wird, überlege mir was ich sag wenn ich meiner lieben Frau den Teller reiche. Mhh ist ja nicht so toll wenn man einfach den Silberteller weiterreicht, ich finde es schon Persönlicher wenn man das Brot zusammen bricht, das heißt ich nehme mir ein Stück von dem leckeren Weißbrot und reiche es meiner liebsten mit den Worten „Jesu Leib für Dich gebrochen“ das ist einfach Sinnlicher, das Abendmahl dient ja zur Erinnerung an der Abendmahl das Jesus kurz vor seinem tot mit seinen Jüngern gefeiert hat. Darum sollte man es auch so Ähnlich wie möglich machen oder? Den gedanken noch nicht zu ende gedacht, hab ich auf einmal den Silberteller vor der Nase, bin von der Situation überrascht, nehem mir schnell ein Stück von dem leckeren Weisbrot, das leider doch keine Pizza ist und Reiche es meiner lieben Ruth. Sie greift nach dem Brot, es bricht, aber leider nicht wie von mir gedacht in der Mitte, sondern direkt hinter meinen Fingernagel, meine Frau schließt Andächtig die Augen und lässt das größte Stück der Leckerei mit Genuss in ihrem Mund verschwinden. Bevor ich den Schock realisiere ist der Silberteller mit dem Brot in der nächsten Sitzreihe verschwunden. Ich kann meiner Liebsten nicht einmal einen bösen Blick zuwerfen, denn sie hat immer noch Ihre Augen geschlossen, ist mit Ihren Gedanken sicher an der Tafel mit Jesus und den Jüngern. So sollte es ja auch sein, aber was ist mit mir, ich suche den Brotkrümel unter meinem Fingernagel, finde ihr auch dort, stecke ihn schnell und ein wenig Gierig in den Mund wo er sich in nichts auflöst. Will meine Gedanken auch an den Tisch mit Jesus und den Jüngern leiten, aber ich habe Hunger und ich denke mehr an Essen. Mein einziger Trost ist das es ja auch noch den Kelch gibt, ich hoffe in diesem Moment einfach nur das die Verwandlung von Wasser zu wein auch geklappt hat. Da kommt er, der Kelch ich greife an ihm bevor jemand anders ihn greifen kann, er ist bis einen Zentimeter unter den Rand mit rotem Wein gefüllt. Halleluja, es hat wirklich Funktioniert, gibt es doch noch Wunder? Oder wurde doch eine Leitung nach Ebersbach Installiert? Ist mit in diesem Moment egal, ich nehmen einen sehr großen Schluck von dem wohlschmeckenden Rotwein. Gebe dann den Kelch dann an meine Frau weiter, die Worte „Jesus Blut für dich vergossen“ kann ich nicht aussprechen, denn ich hab noch nicht diesen riesigen Schluck vollständig hinuntergeschluckt! Jetzt schließe ich meine Augen und besinne mich auf Jesus und das was er für mich getan hat. Als ich die Augen wieder öffne, kommt der Abendsmalhelfer von hinten nach vorne um den Leeren Becher noch einmal zu befüllen. Aber das dürfte ja für unseren Pastor kein Problem darstellen.

© Kull – Sonntag 23.12.2007

Geschrieben von kull am Montag 4. Februar 2008

Kriegerdenkmal – Krieger-Denk-Mal

Stumm steht es da,
Still erinnert es an viele,
Die ihr Leben gelassen haben!
Die viel zu jung gestorben sind!

Was denken wir, wenn wir ein Kriegerdenkmal sehen?
Schicksale und Geschichten!
Namen, in Stein gemeißelt!
Namen, die keiner kennt!

Was geht uns das an?
Was sollen uns die Namen sagen?
Was sollen uns die Steine sagen?

Mütter, die um ihre Kinder weinten!
Frauen, die ihre Männer nur im Herzen bei sich haben!
Kinder, die sich wünschten, wieder einmal mit ihren Brüdern zu spielen?
Mädchen, die ihre Lieben nie heiraten konnten, obgleich sie nie einen anderen liebten!

Wie viele Tränen haben sie geweint?
Wie viele Gedanken an sie gehabt?
Wie viele Stunden nicht geschlafen?
Wie viele sehnsüchtige Blicke aus dem Fenster geworfen?

Wie oft die Listen der Gefallenen durchsucht und gehofft, einen Namen nicht zu finden?
Wie oft beim Anblick eines Fremden erstarrt und gefragt, ob er es vielleicht sein könnte?
Wie oft den Briefkasten mit einem mulmigen Gefühl geöffnet?
Wie oft umsonst gehofft?

Denkst Du an all das, wenn Du ein KriegerDenkMal siehst?
…an all die Tränen
…an all die Gedanken
…an all die Sehnsüchte
…an all die einsamen Stunden

Denke an die Tränen, Gedanken, Sehnsüchte und einsamen Stunden und trage es in Deinem Herzen, damit so was nie wieder passiert!

Krieger Denk Mal

© Kull Karl-Heinz Hölzer 23.11.2003

Geschrieben von kull am Montag 4. Februar 2008

für mich

heute bist du für mich gestorben
heute hast du dich für mich ans kreuz nageln lassen
heute hat man dir ins gesicht gespuckt
heute hast du geschwiegen, geschwiegen für meine schuld

gestorben für alles, was ich getan habe
gestorben für alles, was ich geklaut habe
gestorben für jeden, den ich geschlagen habe
gestorben für jedes wort, mit dem andere verletzt habe

warum hast du das getan?
warum hast du dich bespucken lassen?
warum hast du dich schlagen lassen?
warum hast du geschwiegen?

wie konntest du das alles ertragen?
…all die schuld.
…all die ungerechtigkeit.
und das alles ohne selbst schuldig zu sein!

ich kann es nicht verstehen
kann es nicht verstehen, dass deine liebe so groß ist
kann es nicht verstehen, dass du das für mich getan hast
Ich kann es nicht verstehen

Ich muss einfach nur glauben
glauben, ohne zu verstehen
glauben, wo ich nicht mehr verstehen kann
denn wenn ich einmal bei dir bin, dann werde ich verstehen
verstehen, wie du mein Gott bist

© Karfreitag 29. März 2002 im Gottesdienst – Kull

Geschrieben von kull am Montag 4. Februar 2008